Unsere Leistungen im Wundmanagement
Wir behandeln nicht nur die Wunde, sondern sehen den Menschen und die Ursache dahinter. Hier finden Sie eine Übersicht der Wundarten, bei denen wir Ihnen und Ihren Angehörigen helfen.
Offenes Bein (Ulcus cruris)
Venös oder arteriell bedingte Unterschenkelgeschwüre
Tiefe, oft stark nässende Wunden am Unterschenkel entstehen meist durch eine venöse Schwäche (Krampfadern, Venenklappeninsuffizienz) oder arterielle Durchblutungsengpässe. Durch das Anschwellen der Beine (Ödeme) heilt die Haut nicht mehr von alleine ab.
Unser Behandlungsansatz bei Offenes Bein (Ulcus cruris):
- Vorab: Schmerzfreie Durchblutungsmessung (TBI), um arterielle Risiken auszuschließen
- Strukturierte Entstauungs- & moderne Kompressionstherapie
- Schonende, feuchte Wundreinigung und Verbandwechsel ohne Verkleben
- Verordnung und Weiterleitung für hochwertige Schaumstoff- und Hydrofaserauflagen
Wundliegen (Dekubitus / Druckgeschwür)
Druckschäden an Kreuzbein, Fersen oder Hüfte
Wenn betagte oder pflegebedürftige Eltern viel liegen oder im Rollstuhl sitzen, wird die Haut an Knochenvorsprüngen unzureichend durchblutet. Innerhalb kurzer Zeit sterben tiefere Hautschichten ab. Ein Dekubitus ist für Betroffene extrem schmerzhaft und birgt Infektionsgefahr.
Unser Behandlungsansatz bei Wundliegen (Dekubitus / Druckgeschwür):
- Sofortige Beratung zur druckentlastenden Lagerung und Hilfsmittel-Auswahl
- Kaltplasma-Therapie zur raschen Keimreduktion und Geruchsbekämpfung
- Moderne Unterdrucktherapie (NPWT) bei tiefen Gewebedefekten
- Anleitung für pflegende Angehörige zur richtigen Umlagerung
Diabetischer Fuß (DFS)
Geschwüre bei Diabetes mellitus & Polyneuropathie
Aufgrund des tauben Gefühls an den Fußsohlen werden Druckstellen, Fremdkörper im Schuh oder Blasen nicht rechtzeitig bemerkt. Durch die schlechtere Immunabwehr bei Diabetes breiten sich Bakterien rasant aus.
Unser Behandlungsansatz bei Diabetischer Fuß (DFS):
- Gezielte Entlastungstechniken zur Druckfreilegung der Wunde
- Schulung zur täglichen Fußkontrolle für Angehörige
- Engmaschige Wundinspektion zur Verhinderung von Knocheninfektionen
- Enge Zusammenarbeit mit Hausärzten, Diabetologen und Schuhtechnikern
Wundheilungsstörungen nach Operationen
Klaffende oder infizierte Operationsnarben
Nach Spitalsentlassungen kommt es häufig vor, dass Operationsnähte aufklaffen, Sekret absondern oder sich entzünden. Hausärzte und Spitalsambulanzen haben oft nicht die Zeit für zeitintensive, engmaschige Spülungen und Verbandswechsel.
Unser Behandlungsansatz bei Wundheilungsstörungen nach Operationen:
- Lückenlose Übernahme der Wundbehandlung direkt nach der Krankenhausentlassung
- Sanfte Wundgrundreinigung und gezielte Biofilm-Entfernung
- Regelmäßige Fotodokumentation des Heilungsverlaufs für den Operateur
- Mobile Versorgung zu Hause, falls der Patient noch nicht mobil ist
Hautablederung & traumatische Risswunden
Hautabrisse (Skin Tears) an Armen und Beinen
Mit zunehmendem Alter wird die Haut pergamentartig dünn (Cortisonhaut, Altershaut). Schon leichte Stöße an Türkanten oder Stühlen führen zu schmerzhaften Hautabrissen, die stark bluten und schwer heilen.
Unser Behandlungsansatz bei Hautablederung & traumatische Risswunden:
- Rückpositionierung des Hautlappens ohne schmerzhafte Nähte
- Verwendung silikonbeschichteter Spezialverbände (schmerzfreies Ablösen)
- Schutz vor Nachblutungen und Vermeidung von Klebepflaster-Schäden
Tumorwunden (Exulzerierende Tumoren)
Einfühlsame Versorgung bei oncologischen Hautdefekten
Wenn Krebstumoren oder Hautmetastasen nach außen durchbrechen, entstehen exulzerierende Wunden. Für Patienten und Angehörige sind diese Wunden durch starke Geruchsbildung, ständiges Nässen (Exsudat) und Blutungsneigung oft seelisch und körperlich sehr belastend. Hier steht die Lebensqualität, Schmerzlinderung und Geruchsneutralisierung an erster Stelle.
Unser Behandlungsansatz bei Tumorwunden (Exulzerierende Tumoren):
- Effektive Geruchsbekämpfung durch Aktivkohle- und Kaltplasma-Anwendungen
- Zuverlässiges Exsudatmanagement gegen Durchfeuchten der Kleidung
- Blutungsstillende, nichttraumatisierende Spezialauflagen
- Palliative Schmerzlinderung und liebevolle psychosoziale Entlastung der Angehörigen
Wunden nach Bestrahlung (Radiodermatitis)
Akute und chronische Hautveränderungen nach Radiotherapie
Nach einer Strahlentherapie im Rahmen einer Krebsbehandlung kann die Haut empfindlich geschädigt sein – von schmerzhaften Rötungen und Blasenbildung bis hin zu tiefen, offenen Gewebedefekten (chronische Strahlenulzera). Die Regenerationsfähigkeit der Hautzellen ist stark herabgesetzt.
Unser Behandlungsansatz bei Wunden nach Bestrahlung (Radiodermatitis):
- Sanfte Wundversorgung ohne reizende Substanzen oder aggressive Kleber
- Gezielte Low-Level-Lasertherapie zur Förderung der Tiefenregeneration
- Kühlende, schmerzlindernde Hydrogele zur schnellen Beruhigung der Haut
- Schutz vor bakteriellen Superinfektionen durch keimarme Schutzverbände
Verbrennungen & Verbrühungen
Schonende Nachsorge bei Grad 2a / 2b Verletzungen
Verbrennungen durch heiße Flüssigkeiten, Herdplatten oder Fette im Haushalt erfordern höchste hygienische Sorgfalt, um Wundinfektionen und übermäßige Narbenbildung (Kontrakturen) zu verhindern. Bei älteren Menschen heilen Brandwunden durch verlangsamte Durchblutung deutlich langsamer ab.
Unser Behandlungsansatz bei Verbrennungen & Verbrühungen:
- Schonende Reinigung und schmerzfreier Verbandwechsel mit nichthaftenden Gittern
- Keimreduktion ohne zellschädigende Desinfektionsmittel
- Erhalt der Hautelastizität zur Vorbeugung von Bewegungseinschränkungen
- Professionelle Wundkontrolle zur Vermeidung von Narbenwucherungen
Haben Sie Fragen zu einer bestehenden Wunde?
Verbandsmaterialien werden bei entsprechender Verordnung direkt mit den Krankenkassen (ÖGK, BVAEB, SVS) abgerechnet. Rufen Sie uns unverbindlich an.