Akute vs. chronische Wunde: Wo liegt der Unterschied und wann muss der Profi ran?

Wunde ist nicht gleich Wunde. In der Medizin unterscheidet man strikt zwischen akuten Verletzungen und chronischen Wundverläufen. Die Behandlungskonzepte könnten dabei unterschiedlicher nicht sein.
Was ist eine akute Wunde?
Eine akute Wunde entsteht plötzlich durch äußere Gewalteinwirkung – beispielsweise ein Schnitt mit dem Küchenmesser, eine Schürfwunde beim Sport oder eine chirurgische Operationsnaht.
Was ist eine chronische Wunde?
Nach den Leitlinien der Österreichischen Wundgesellschaft (AWA) und der Initiative Chronische Wunden (ICW) spricht man von einer chronischen Wunde, wenn ein Hautdefekt **nach 4 bis 8 Wochen trotz fachgerechter Behandlung keine Heilungstendenz** zeigt.
Warum chronische Wunden spezialisiertes Management brauchen
Eine chronische Wunde kann man nicht einfach mit einer Salbe zupflastern. Sie erfordert eine genaue Diagnostik, ärztliche Ursachentherapie (z. B. Gefäßabklärung, Blutzuckereinstellung) und die lückenlose Begleitung durch zertifizierte Wundexpertinnen nach § 64 GuKG.
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