Welcher Verband gehört auf eine offene Wunde? Der moderne Wundauflagen-Guide

In der modernen Medizin gibt es nicht „den einen“ besten Verband. Die Wahl der Wundauflage hängt exakt davon ab, in welcher Heilungsphase sich die Wunde befindet und wie viel Wundwasser sie produziert.
1. Reinigungsphase: Alginate und Hydrofasern
In der ersten Phase ist die Wunde oft belegt und sondert viel Flüssigkeit ab. Hier kommen Alginate (aus Braunalgen gewonnen) oder Hydrofasern zum Einsatz:
2. Granulationsphase: Polyurethan-Schaumverbände (Foams)
Wenn die Wunde sauber ist und rosiges, neues Bindegewebe (Granulationsgewebe) wächst, benötigt sie Schutz und ein feucht-warmes Milieu:
3. Epithelisierungsphase: Wunddistanzgitter und Hydrokolloide
In der Schlussphase wandert die oberste Hautschicht zart über die Wunde. Hier darf absolut nichts verkleben:
4. Infizierte oder keimbelastete Wunden: Silber & DACC-Technologie
Besteht der Verdacht auf eine Infektion oder riecht die Wunde unangenehm, setzen Wundprofis auf antimikrobielle Auflagen:
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